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Hilfsprojekte

Wir verzichten seit einigen Jahren auf Weihnachtsgeschenke für unsere Kunden und spenden stattdessen das geplante Budget an wohltätige Projekte und Einrichtungen.

Folgende Projekte haben wir mit unserer Weihnachtsspende unterstützt:

Tabaluga Kinderstiftunglogo_tabaluga_1.jpg

2009 spendeten wir für das Sternstundenhaus der Tabaluga Kinderstiftung. Das Sternstundenhaus in Peißenberg steht offen für Kinder und Familien, die sich in schweren Lebenssituationen befinden.

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Diese Kinder und Familien finden im Sternstundenhaus Hilfe:tabaluga2_200.jpg

  • An Krebs oder schweren chronischen Erkrankungen leidende Kinder

  • Kinder mit schweren Brandverletzungen

  • Von Gewalt, Misshandlung und sexuellem Missbrauch Betroffene

  • Selbsthilfegruppen von Familien, die ein Kind durch Gewalt verloren haben

  • Von Flucht und Krieg betroffene Kinder und Jugendliche

  • Selbsthilfegruppen verwaister Eltern und Geschwister

  • Geschwistergruppen von kranken oder behinderten Kindern

Wir möchten mit unserer Spende dazu beitragen, den Kindern neue Kräfte, Zuversicht und Mut zu schenken damit sie sich auch wieder den freudvollen Seiten des Lebens zuwenden können.

Weitere Infos über das Sternstundenhaus finden Sie unter www.tabalugastiftung.de

Biogasanlagen in Nepal

Mit unserer Weihnachtsspende unterstützen wir 2008 Bau von Biogasanlagen in Nepal durch den Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck e.V.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auch auf der Website des gemeinnützigen Vereins Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck e.V. 

Projektträger

Das Projekt wird von der nepalesischen gemeinnützigen Organisation HEFA (Health and Education for All) in Zusammenarbeit mit dem Ökumenischen Eine-Welt-Kreis St. Nikolaus Wolbeck e.V. ÖWK durchgeführt. Beide oben genannten gemeinnützigen Organisationen unterhalten keinen Verwaltungsapparat; alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

einfuelltrichter_264.jpgGeplant ist der Bau von 671 Biogasanlagen im Zeitraum Dezember 2008 bis Juni 2012 für ca. 5.000 Einwohner von 17 Dörfern der Gemeinden Fulbari und Baluwa. Die Dörfer sind ca. 70 km von Kathmandu entfernt, liegen auf 1.200 bis 1.800 m Höhe und sind teilweise nur zu Fuß erreichbar. Jeder Haushalt im Projektgebiet soll eine eigene Biogasanlage bekommen, die er mit dem Dung der eigenen Wasserbüffel und Kühe befüllt. In der Gärgrube entsteht – begünstigt durch die relativ hohen Außentemperaturen – innerhalb kurzer Zeit ein geruchloses Gas, das über ein Leitung direkt in die Küche geführt wird und dort direkt zum Kochen verwendet werden kann.

HEFA hat bereits in den Jahren 2004-2006 in Zusammenarbeit mit dem ÖWK 180 Biogasanlagen in angrenzenden Gemeinden errichtet. Der Bau von Biogasanlagen ist vom nepalesischen Staat sehr erwünscht und darf nur nach genauen Vorgaben durchgeführt werden. Das abgeschlossene Projekt über 180 Biogasanlagen wurde vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) mitfinanziert. Für das neue Projekt, das in 2 Abschnitte unterteilt wird, liegt die Förderzusage durch das BMZ vor.

Projektziele

Biogas kann jeder ländliche Haushalt mit mindestens 2 Kühen oder Wasserbüffeln selbst produzieren und damit seinen gesamten Energiebedarf zum Kochen selbst erzeugen. Biogas ersetzt das traditionell zum Kochen verwendete Feuerholz und das relativ teure Kerosin. Da zum Kochen ausschließlich frisches Holz verwendet wird und man in Nepal auch keine Ofenrohre kennt, entsteht beim Kochen ein beißender Rauch, der die Ursache für die sehr verbreiteten Atemwegs- und Augenerkrankungen ist.

Vorteile durch Biogas

  • Deutliche Reduzierung der Atemwegs- und Augenerkrankungen.
  • Kein Abholzen der Wälder zur Gewinnung von Feuerholz.
  • Biogas ist ein sauberes, rauchfreies Gas und eine zu 100% erneuerbare Energieform.
  • Bei der Errichtung einer Biogas-Anlage wird gleichzeitig eine Toilette installiert, die ebenfalls in die Grube eingeleitet wird. Bislang existieren keine hygienischen Toiletten.
  • Als Nebenprodukt wird ein hochwertiger Dünger für die Landwirtschaft erzeugt.
  • Der Betrieb einer Biogas-Anlage verursacht keine laufenden Kosten und ist nahezu wartungsfrei.

Ziel der Maßnahme ist es, jedem Haushalt den Zugang zu dieser erneuerbaren Energie und deren oben genannten Vorteile zu verschaffen und so einen Beitrag zur Gesundheitsförderung, zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Hygiene zu leisten.

Baubeschreibung

gaergrube_264.jpgDen Aushub der 6 bis zu 10 m³ großen Grube übernimmt jede Familie selbst. Der Bau der Anlage kann nur von speziell ausgebildetem Fachpersonal übernommen werden.

Nach dem Aushub wird der Boden der Grube betoniert. Der Rand der ca. 2 m tiefen runden Grube wird bis knapp unter Bodenhöhe mit Ziegeln hochgemauert und mit silikonhaltigem Putz verputzt. Danach wird die gesamte Grube kuppelförmig mit Erde befüllt, damit die Betonkuppel gegossen werden kann. Ein Gerüst für diesen Zweck existiert nicht.

Vor dem Betonieren wird das Rohr für die Gasleitung, die später in die Küche führt, gesetzt.

Sobald der Beton ausgehärtet ist, wird die gesamte Erde wieder durch den späteren Überlauf ausgeschaufelt. Danach wird die Betonkuppel von innen und außen wasserdicht verputzt.

Anschließend wird der Einfülltrichter für die Biomasse hochgemauert und verputzt. In den Trichter wird eine Kurbel mit einem Schneidwerk am unteren Ende eingesetzt, damit die eingefüllte Biomasse zerkleinert und mit dem zugegebenen Wasser vermischt werden kann. Der Trichter ist mit einem Rohr mit der Gärgrube verbunden. In der Nähe wird die Toilette gebaut, die ebenfalls mit einem Rohr mit der Gärgrube verbunden ist.

Zum Schluss wird die Betonkuppel mit Erde abgedeckt.

Eigenleistung der Bevölkerung

kochstelle_264.jpgJede Familie muß einen großen Eigenanteil leisten, indem sie die 6 bis 10 m³ große Grube selbst ausgräbt, nach dem Betonieren des Bodens und dem Hochmauern der Seitenwände die Grube wieder kuppelförmig mit Erde befüllt und die sehr aufwändigen Hilfsarbeiten beim Betonieren der Kuppel erbringt. Nach Aushärtung der Kuppel muss die gesamte Erde durch den recht kleinen, späteren Überlauf wieder ausgeschaufelt werden. Die dafür benötigte Arbeitszeit beträgt ca. 150 Stunden pro Biogas-Anlage.

Erfahrung mit Biogasanlagen in Nepal

1992 wurde durch die nepalesische Regierung mit internationaler Unterstützung das „Biogas Support Programme (BSP)“ ins Leben gerufen mit der Zielsetzung, Produktion und Verwendung von Biogas in den ländlichen Gebieten Nepals bekannt zu machen und Biogas-Anlagen zu errichten. Biogas-Anlagen dieser Bauart haben sich bereits seit über 25 Jahren in Nepal bewährt. Die Praxis hat gezeigt, dass die Unterhaltskosten solcher Anlagen gegen Null tendieren und die Anlagen störungsfrei über einen sehr langen Zeitraum funktionieren.